Bericht 13 vom 8. November 2004

  Hallo Zusammen
Dies ist bereits mein dritter Bericht von Calgary. In der Schule geht es zuegig voran und die Zeit vergeht im Flug.
Am Donnerstag den 14. Oktober ging ich mit ein paar Schulkollegen/-innen in den Ausgang. Diesmal besuchten wir das 'Cayotes' und es war wirklich gut. In dieser Disco laeuft nicht so viel Country Musik wie im 'Cowboys'. Wir amuesierten uns sehr und es war einfach lustig.
Am Freitag ging ich unmittelbar nach der Schule nach Hause und am Nachmittag besuchten Sue und ich ein Schweizer Ehepaar. Sie verkauften mir Tickets fuer einen Fondueabend im November. Ich und noch vier weitere Schweizer und Schweizerinnen von der Schule werden an diesem Abend teilnehmen. Es wird bestimmt lustig. Anschliessend ging ich noch rasch in den Fish Creek Park um meine Jogging-Tour zu machen. Nach einer warmen Dusche, es war recht kalt in Calgary, gingen Sue und ich in den Saddledome um ein Calgary Hitmen Spiel zu sehen. Es war ein super Spiel, doch leider erhielten sie in den letzten 10 Sekunden ein Tor und sie verloren das Spiel.
Am Samstag den 16. Oktober schlief ich wieder einmal aus und um 11.00 Uhr musste ich bereits das Haus verlassen, da ich an ein kanadisches Football Spiel ging. Es war sehr interessant und wirklich sehenswert. Ich sah noch nie zuvor ein solches Spiel. Leider war es sehr kalt, das Spiel ist eben draussen und wir mussten uns wirklich warm anziehen. Ich besuchte das Spiel mit fuenf weiteren Schulkollegen/-innen. Als ich um 17.30 Uhr wieder zu Hause war, genoss ich eine heisse Schockolade im warmen Haus. Bevor ich ins Bett ging, nahm ich noch ein so genanntes Bad im Hottub. Dies ist ein so genanntes Sprudelbad ausserhalb des Hauses. Das Wasser ist ungefaehr 40 Grad warm. Es war wunderbar, denn in Calgary war bereits der erste Schnee gefallen und es war rundherum weiss und ich sass im warmen Wasser.
Dieser Sonntag verbrachte ich mit Hausaufgaben machen, relaxen und joggen.
Nun war bereits wieder Schule angesagt. Nach der Schule ging ich noch ein bisschen Shoppen. Zudem konnte Katie an diesem Tag ihren 17 Geburtstag feiern. Ich hatte ihr bereits am Morgen eine Geburtstagskarte mit einem Tim Hortons Gutschein gegeben und sie hatte eine Riesenfreude. Nach meiner Shoppingtour brachte ich ihr noch ein Beutel Buffalon Kerns Popkorn, diese liebt sie ueber alles.
Am Mittwoch besuchte ich nach der Schule ein Pferderennen respektive ein Pferdewetten. Es war sehr amuesant und ich setzte sogar einmal auf das richtige Pferd. Mein Einsatz war sehr klein und deshalb war mein Gewinn auch sehr klein. Doch es machte mir Spass.
Am naechsten Tag kauften ein paar Schulkollegen/-innen und ich nach der Schule ein Kostuem fuer die Halloween-Party am 29. Oktober. Halloween wird in Kanada sehr gefeiert und dies muess man doch richtig miterleben.
Am Freitag den 22. Oktober ging fast die ganze Klasse und ich nach der Schule gemeinsam Essen. Diesmal gnossen wir ein koreanisches Buffet. Es war sehr gut und nicht zu scharf, da sonst koreanisches Essen zum Teil sehr scharf ist. Bereits um 17.00 Uhr traffen sich einige von der Schule zum Linientanzen, natuerlich war ich auch dabei. Zuerst konnten wir noch gratis eine Art Kebab essen und um 19.00 Uhr fing der Linentanzkurs an. Es war sehr spannend und eine Herausforderung. In diesem Lokal lief wirklich nur Country Musik und deshalb entschlossen sich Sandra, Rafael und ich weiter zu ziehen. Wir gingen ins Cowboys und es war auch diesmal wieder sehr unterhaltsam. Leider konnten wir den geuebten Linientanz nicht umsetzen, da sie einige andere Linentaenze machten.
Nun war bereits wieder Samstag. Ich schlief gar nicht einmal so lange aus, da ich ein Telefon versprochen hatte. Am Nachmittag ging ich noch in die Bibliothek um meine E-Mails zu pruefen, da das Internet zu Hause leider nicht mehr funktionierte. Sue, Glenn und Katie waren ueber dieses Wochenende in Boston.
Am Sonntag backte ich zwei Zoepfe. In Kanada kennen sie diese Brotart nicht. Ich vermisste den Zopf so sehr, dass ich eben selber einen backte. Die Familie genoss ihn sehr und sagte mir, dass ich wieder einmal einen backen soll. Zudem machte ich viele Hausaufgaben und ich ging auch noch fuer eine Stunde joggen.
Am Montag, den 25. Oktober nahm ich noch einen Zopf in die Schule. Die ganze Klasse wie auch die Lehrerinnen liebten ihn und hatten eine riesen Freude. Er musste mir wirklich gut gelungen sein.
Bereits war Mittwoch und es war 'pumpkin carving'(Kuerbis schnitzen) angesagt nach der Schule. Ich hoehlte den Kuerbis aus und schnitzte eine Hexe. Der Kuerbis sah wirklich gut aus und ich war gerade ein bisschen Stolz auf mich. Mit dem ausgehoehlten Inhalt der Kuerbis machte ich eine Kuerbiscremesuppe am Abend. Ich liebe Kuerbiscremesuppe ueber alles. Ich machte so viel, dass ich noch einige Tuperware mit Suppe einfror. Dieser Tag war fuer mich ein spezieller Tag. Die Haelfte meines Aufenthaltes in Kanada war erreicht.
Am Freitag wollte ich wieder einmal ein Eishockeyspiel via Sportradio verfolgen, doch leider war dies in der Schule nicht moeglich. Ich musst mir noch ein paar Sachen fuer die Halloween-Party besorgen und ging anschliessen nach Hause. Nach einer kurzen Joggingtour kam Sandra (eine Schweizerin von meiner Klasse) zu mir und wir machten uns fuer die Halloween-Party bereit. Sandra und ich gingen als Vampir und wir bespruehten unsere Haare mit Glitzer. Mein Badezimmer ist zur Zeit immer noch voll Glitzer. Die Party war im Cowboys und es waren sehr viele Studenten und Lehrer/-innen von der Schule dort. Wir hatten es, wie immer, sehr lustig. Nach der Party, um 02.00 Uhr (hier in Kanada enden die meisten Partys um 02.00 Uhr) nahmen Sandra und ich ein Taxi nach Hause. Sandra uebernachtete eben bei mir.
Am Samstag schliefen Sandra und ich aus und genossen anschliessend ein heisses Bad im Hottub. Nachdem wir uns von dem Glitzer befreiten, spazierten wir zum Einkaufszentrum, wo wir alle Zutaten fuer einen 'pumpkin pie' (Kuerbiskuchen) kauften. Als wir zuruek kamen, verweilten wir etwa zwei Stunden in der Kueche um den Kuerbiskuchen zu machen und anschliessend die ganze Kueche zu reinigen. Der Kuerbiskuchen ist uns gut gelungen, wir waren sehr skeptisch, da es fuer uns eine Premiere war. Sandra fuhr anschliessend mit dem C-Train wieder zu ihrer Gastfamilie zurueck.
Am Sonntag war wieder einmal telefonieren, joggen und Hausaufgaben machen angesagt. Zudem musste ich auch wieder einmal meine Waesche waschen. Bei der Familie geht das Waeschen sehr gut und ich habe euch keine speziellen Geschichten zu erzaehlen.
So, dies war bereits mein dritter Bericht von Calgary.
Liebe Gruesse und bis zum naechsten Bericht.
Sabine
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