Bericht 3 vom 26. August 2004 |
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| Hallo Zaemmae Der dritte Bericht folgt bereits. Nach einer langen, aber schoenen Zugfahrt war ich in Jasper (Nationalpark) angekommen. Die Zugfahrt ging eigentlich sehr schnell vorbei, sie kam mir nie wie 20 Stunden vor. Im Zug traf ich Leute an, welche ich schon in Tofino getroffen habe. Wir beschlossen bereits im Zug, dass wir die naechsten Tagen zusammen verbringen werden. Zudem suchten wir gerade nach der Ankunft zusammen ein Appartement, da die Jugendherberge in Jasper schrecklich ist (einmal 50 und einmal 30 Leute in einem Schlafraum, weit entfernt vom Zentrum und im Allgemeinen einfach eine alte Jugendherberge). Die Suche war erfolgreich und wir konnten diese 2-Zimmerwohnung am Montag beziehen. Aber was unternahm ich bis dahin? Es blieb mir und den anderen zwei Frauen nichts anderes uebrig als zwei Naechte in der Jugendherberge zu verbringen. Am Anreisetag traffen wir erst gegen den Abend in der Jugendherberge ein, da wir am Nachmittag noch im Zentrum von Jasper weilten. Am Abend war fuer mich waschen angesagt. Diese Waschmaschine war unglaublich, es dauerte rund 3 Stunden. Zudem waschen die Kanadier viel nur mit kaltem Wasser. Nach rund 5 Stunden waren meine Kleider trocken und sie schmeckten wieder gut und sie waren auch sauber. Am 15. August machte ich mit den zwei Frauen (Estelle und Binn An) eine Wanderung respektiv eine Bergbesteigung. Die Hoehendifferenz war 1200 Meter. Als ich den Berg sah, dachte ich, am Abend werde ich bestimmt muede sein. Wir begannen uns auf den Weg. Nach rund 2.5 Stund haben wir die 8.5 km hinter uns gebracht, 1000 m Hoehendifferenz gemacht und sind bei der Gondelstation angekommen. Nach einer laengeren Pause wanderten wir noch auf den Gipfel (The Whistlers). Dies war noch 1 km weit und 200 m hoeher. Um wieder zur Jugendherberge zu gelangen, nahmen wir die Gondelbahn (gemacht haben wir ja fuer heute bestimmt genug, es war teilweise sehr, sehr steil). Dieser Tag war bereits der Aufbruchtag. Jupi. Wir konnten das Appartement bereits um 11 Uhr bziehen. Anschliessend fuhren wir mit dem Auto Richtung Maligne Lake (wir hatten fuer zwei Tage ein Auto gemietet). Mit dem Auto konnten wir an allen schoenen Orten stoppen und Fotos machen. Wir stoppten beim Maligne Canyon. Dies ist eine Schlucht und man kann auch mehrere Wasserfaelle sehen. Auf der Strasse trafen wir einfach Tiere (so eine Art Gaemse) an und alle Autos mussten anhalten. Die Strasse ging weiter zum Medicine Lake. Dies war ein sehr ruhiger und schoener See. Nach ca. zwei Stunden kamen wir beim Maligne Lake an. Dieser See ist sehr bekannt und deshalb hatte es auch sehr viele Touristen. Wir mieteten ein Ruderbot und genossen den See in vollen Zuegen. Das gesamte Landschafsbild war einfach traumhaft (ruhiger See, Wald rundherum und im Hintergrund alles Berge). Ja ich weiss, wir koennen dies zum Teil auch in der Schweiz antreffen, aber es war trotzdem schoen. Auf der Rueckfahrt sahen wir sehr viele Elche, nicht weit vom Strassenrand. Am 17. August fuhren wir schon frueh am Morgen los. Wir holten noch einen Schweizer (Roy, ich lernte ihn auch in Tofino kennen) ab und machten uns auf den Weg. Das heutige Ziel war Columbia Icefield. Wir stoppten bei einem kleineren Wasserfall (Sunwapta Falls). Er gefiel mir sehr gut. Nach rund 110 km kamen wir bei Columbia Icefield an. Wir konnten mit einem riesigen Auto/Track (siehe Foto) auf den Athabasca Gletscher, dies war eindruecklich. Auf dem Rueckweg bestaunten wir noch den Athabasca Falls. Dies war ein sehr grosser Wasserfall, doch mir hat der Wasserfall am Morgen besser gefallen. Alle waren muede und wir kehrten in unser Appartement zurueck. Roy uebernachtete auch bei uns. An diesem Tag war nicht sehr viel auf dem Programm, nach zwei solchen Tagen. Am Nachmittag ging ich fuer eine Stunde reiten. Dies habe ich noch nie zuvor gemacht, aber es war sehr schoen. Ich konnte die Landschaft geniessen, denn es war super Wetter, und das Pferd trug mich. Anschliessend wanderte ich noch zu einem naheligenden See. In Jasper - Umgebung gibt es sehr viele Seen. Ich traf zudem zwei Frauen aus der USA an, welche mich anschliessend mit dem Auto zum Appartement brachten. Am 19. August war Relaxtag und Telefontag angesagt. Roy verliess uns bereits wieder, da seine Reise zum Lake Louise (Nationalpark Banff) weiter ging. Am 20. August wollten wir eigentlich noch einmal eine Wanderung machen, doch das Wetter wollte nicht. Es regnete sehr stark und es war kalt. So machten wir eine Shoppingtour und gingen anschliessend wieder ins Appartement zurueck. Wir spielten noch ein Kartenspiel und kochten uns etwas Gutes. Zudem packte ich schon ein wenig meine Sachen zusammen, da die Reise am naechsten Tag weiter ging. Der Abreisetag war gekommen und wir packten alles zusammen. Auf dem Weg
zum Bahnhof kauften wir noch Verflegung fuer die Zugfahrt ein. Estelle und
Binn An blieben nicht wie vorgesehen zwei weitere Naechte in Jasper, sie
kamen mit mir nach Winnipeg. Der Zug hatte eine Verspaetung von rund 3
Stunden. Dies waere in der Schweiz unvorstellbar. Hier ist jedoch eine
Verspaetung von 1-2 Stunden normal. In Kanada haben die Gueterzuege erste
Prioritaet und die Personenzuege zweite, deshalb kommt es immer wieder zu
Verspaetungen. Die Zugfahrt hat begonnen und diesmal wird sie 24 Stunden
dauern. Gruessli |
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